Kellerwand mit Gipskartonplatten verkleiden
Eine Kellerwand mit Gipskartonplatten zu verkleiden, ist selbst für den nicht so geübten Hobbyhandwerker kein großes Problem, wenn der Heimwerker sich an einige grundlegende Dinge hält, steht die schick verkleidete Kellerwand mit Rigipsplatten schon nach einigen Stunden.
Vor allem bei der Kellersanierung im Altbau kommt es immer wieder vor das die alte Kellerwand dringend einer Verschönerungskur bedarf. Der ehemals vorhandene Putz ist abgeblättert, das alte Mauerwerk schaut heraus oder noch schlimmer die Wand fühlt sich so richtig schön feucht an und im Keller muffelt es modrig. Oft ein Zeichen für einen fehlende Dämmung der Kelleraußenwand und eine Durchfeuchtung. Aber nicht nur in der Altbausanierung ist es häufig erforderlich die Kellerwand zu verkleiden. Selbst Neubauten bieten im Kellerbereich oft nur glatte Betonwände, die zudem noch völlig ungedämmt sind. Der Grund dafür ist recht einfach, hier wird Geld beim Rohbau gespart. Die Zertifizierung etwa für KFW40 oder KFW60 Gebäude gilt nur für den Bereich der beheizten Räume und enden somit an der Kellerdecke. Deswegen werden die Keller oft in einer weißen Wanne ausgeführt, so spart man sich die erforderlichen Dämmungen in diesem Bereich und trotzdem sind die Keller dicht.
Bevor man die Gipskartonplatten aufbringt, sollte geklärt sein welchen Nutzen der Raum später haben soll. Kellerräume die als Wohnräume verwendet und beheizt werden, sollten bei fehlender Außendämmung in jedem Fall eine innere Wärmedämmung erhalten. Ein weiterer Faktor der bei der Verkleidung mit Gipskartonplatten immer wieder vergessen wird, ist dass der Taupunkt der Wand weiter in den Raum rückt. Selbst wenn die Kellerwand vorher völlig trocken war kann es so dazu kommen das nach dem Aufbau der Gipskartonplatten mit der Wärmedämmung hinter den Gipskartonplatten Feuchtigkeit entsteht. Von daher müssen beim Kellerausbau mit Gipskartonplatten in jedem Fall feuchtigkeitsbeständige Gipskartonplatten eingesetzt werden. Diese Platten sind leicht zu erkennen, da sind eine grüne Oberfläche haben.
Im Normalfall wird die Unterkonstruktion für die Gipskartonplatten aus Dachlatten oder verzinkten Stahlprofilen erstellt. Für den Heimwerker ist eine Dachlattenkonstruktion oft einfacher, da die Dachlatten schnell mit der Handsäge angepasst werden können. Je nachdem ob eine Wärmedämmung aufgebracht werden soll oder nicht, verwendet man eine einfache oder eine doppelte Lattung. Die Lattung wird dabei einmal senkrecht und einmal Quer auf die Kellerwand aufgebracht. Die untere Dachlatte darf nicht direkt auf der Wand aufgeschraubt, sondern muss mit einem Teerpappen streifen unterlegt werden. So kann vermieden werden, dass durch Feuchtigkeit die Dachlatte an zu faulen fängt. Je nach Stärke der Wärmedämmung, ist es sinnvoller anstelle der Dachlatten auf fertige Stahlprofile zurückzugreifen, da in jedem Falle die Tiefe der Wandkonstruktion so gewählt werden sollte, dass eine Hinterlüftung der Wand gewährleistet ist.
Hat man die Unterkonstruktion für die Wärmedämmung fertig gestellt, kann mit der Lattenkonstruktion für die Gipskartonplatten begonnen werden. Auch hier ist wieder ein Rasterabstand von 62,5 cm einzuhalten, damit die Fugenstöße der Rigipsplatten sich später genau oberhalb der Lattung befinden.
Bevor mit der Montage der Gipskartonplatten begonnen wird, sollte überprüft werden ob die Unterkonstruktion auch in der Flucht ist. Hervorstehende oder zurück versetzte Dachlatten geben später eine wellige Oberfläche der Wand. Die Überprüfung der Flucht kann beispielsweise mit einer Aluminiumputzlatte aus dem Handwerkerbedarf erfolgen. Hier sollte keine der Dachlatten verwendet werden denn die sind häufig nicht gerade.
Wer keine Gipskartonplatten verwenden möchte kann auch Fermacell Platten einsetzen. Die Fermacell Platten sind etwas kleiner, als handelsübliche Gipskartonplatten und so besser zu transportieren. Die Fermacell Platten lassen sich einfach mit der Stichsäge schneiden. Für Kellerräume in den eine hohe Feuchte zu erwarten ist, etwa beim Einbau einer Kellersauna oder aufsteigender Feuchtigkeit durch eine fehlende Kellerbodenisolierung, können spezielle Hartschaumverlegeplatten die feuchtigkeitsbeständig sind eingebaut werden. Übrigens sollte man nicht dem Trugschluss unterliegen, dass es sich beier der vorgestellten Gipskartonwand um eine Bauwerksabdichtung handelt
7. Februar 2009 | Von bangolo | Kategorie: Innenausbau

